Kultur Lindau

In Situ Paradise

 

Lindau Biennale

Mai - September 2022

Stadtgebiet Lindau

 

Erste Lindau-Kunst-Biennale findet 2022 statt

Die Lindauer:innen und Ihre Gäste dürfen sich auf 2022 freuen: Die erste Lindau Biennale, die eigentlich von Mai bis September 2021 in Lindau unter dem Titel „In situ Paradise“ stattfinden sollte, wird auf das kommende Jahr verschoben.

„Wir befinden uns Corona bedingt immer noch in einer Ausnahmesituation und müssen unsere Entscheidungen flexibel anpassen. Im Kulturamt sind wir an einer Schnittstelle zwischen Künstler:innen und Kunstliebhaber:innen. Hier spüren wir nahezu täglich, wie groß die Sehnsucht und das Bedürfnis nach Kunst und Kultur ist. Gerne hätte wir darum in diesem Sommer begleitend zu unserer großen Chagall Ausstellung „Marc Chagall – Paradiesische Gärten“ eine Biennale mit zeitgenössischer Künstler:innen kuratiert. Die Vorbereitungen sind gut angelaufen“, sagt Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn.

Wenn jetzt dennoch die Notbremse gezogen wird, so hat das verschiedene Gründe: „Der Raum auf der Insel ist begrenzt und wir haben Sorge, dass ein zu starker Besucheransturm die Infrastruktur überfordern würde“, erklärt Warmbrunn. „Wir sind es unseren Gästen, vor allem aber auch den Lindauer:innen schuldig, dass wir im Vorfeld sorgfältig abwägen, was möglich sein wird und was nicht. In diesem Jahr wird Lindau zu einer besonders gefragten Tourismusdestination werden. Mit der Gartenschau und der Chagall Ausstellung haben wir zwei herausragende Highlights auf der Insel, auf die wir uns fokussieren sollten.“

Kuratorin Sophie-Charlotte Bombeck hat darum in den vergangenen Tagen bereits die teilnehmenden Künstler:innen und die weiteren Akteure informiert. Alle sind sich einig, dass eine Lindau Biennale im Jahr 2022 nicht nur mehr Planungssicherheit bietet, sondern dass sich für alle Beteiligten dann jenseits des Ausnahmezustandes die Chance bietet, noch mehr als bisher ein nachhaltiges und langfristiges Kulturformat zu entwickeln, das die Inselstadt und sowohl ihre Bewohner:innen als auch Ihre Gäste langfristig bereichern wird. Denn die Kunst-Biennale soll ja alle zwei Jahre als ein herausragendes und nachhaltiges Kunstereignis in der Region implementiert werden. 

Einen Vorgeschmack darauf – und das ist die gute Nachricht – bekommen die Kunstliebhaber:innen allen Einschränkungen zum Trotz schon in diesem Sommer. Kuratorin Sophie-Charlotte Bombeck erklärt: „Für uns laufen die Planungen nahtlos weiter und wir werden den Sommer 2021 nutzen, um unseren Besucher:innen einen Ausblick zu geben, auf das, worauf wir uns alle freuen können. Wir nutzen zudem die gewonnene Zeit, um die Künstler:innen mit Lindau noch vertrauter zu machen und gleichzeitig den Lindauer:innen ihre Biennale noch ein Stück näher zu bringen.“ So können die Lindauer:innen sich bereits in diesem Jahr auf eine Kooperation zwischen der Lindauer Winzerin Teresa Deufel und der Künstlerin Lea Grebe freuen.

Darüber hinaus dürfen alle Kunstfreund:innen natürlich auf die große Chagall-Sonderausstellung „Marc Chagall – Paradiesische Gärten“ im Lindauer Kunstmuseum gespannt sein. Wie berichtet werden hier vom 1. Mai bis 31. Oktober rund 70 Originalwerke des Malerpoeten Marc Chagall zu sehen sein. Ein komplett neues Reservierungssystem (reservation.kulur-lindau.de) und eine moderne Lüftungsanlage sorgen dafür, dass der Museumsbesuch zum großen Kunstgenuss werden wird.





EINE BIENNALE FÜR LINDAU…


Mit dem Format Biennale präsentiert das Kulturamt Lindau eine neue Plattform für junge, zeitgenössische Kunst, die sich mit der Lokalität in Spannung zu außenstehenden Perspektiven auseinandersetzt. Ziel des neuen Ausstellungsformats für Lindau, ist dabei einen nachhaltigen Beitrag zum kulturellen und künstlerischen Leben Lindaus zu schaffen.


1. BIENNALE LINDAU

Die erste Ausgabe der Lindau Biennale mit dem Titel „In situ Paradise“ bringt über 20 zeitgenössische Positionen von jungen, aufstrebenden Künstler:innen nach Lindau. Der thematische Fokus liegt dabei sowohl auf dem Natur- bzw. Stadtraum als auch auf dem sozialen und gesellschaftlichen Raum. Die Ausstellung präsentiert feste Installationen im öffentlichen Raum und künstlerische Ereignissen wie Aktionen, Performances, Interventionen und Happenings. Anhand unterschiedlicher Plattformen widmet sich die erste Edition künstlerischen Zugängen zu drängenden gesellschaftspolitischen Fragen. Neben den Führungen vor Ort führt eine App die Besucher:innen über die Insel Lindau und macht die Ausstellung und die einzelnen Werke multimedial für die Betrachter:innen erfahrbar. Der Katalog zur Ausstellung wird am Ende der Laufzeit erscheinen. Als „dritter Ausstellungsraum“ behandelt dieser übergreifende Themen der Ausstellung. Dabei bietet er im ersten Teil eine Plattform für Essays aus unterschiedlichen Bereichen sowie im zweiten Teil eine Dokumentation der Ausstellung sowie Informationen zu den beteiligten Künstler:innen.

Künstlerische Leiterin: Sophie-Charlotte Bombeck



Eine Ausstellung in drei Kapiteln

 [ I ] PARADIESGÄRTEN DER KÜNSTLER:INNEN
Skulpturen & Installationen der Künstler:innen

verschiedene Orte in, um und auf der Insel Lindau

[ II ] STADTRAUM / IN SITU
Performances / Happenings / Interventionen

Insel als Aktionsraum & Projekte mit Künstler:innen und Bürger:innen

[ III ] KUNST: GESELLSCHAFT / NATUR / ZUKUNFT
Symposium / App / Magazin

Ein interdisziplinäres Vermittlungsprogramm und hybride WISSENS-Räume


 


Foto: Bernhard Kreutzer

Sophie-Charlotte Bombeck M.A. (*1991) lebt und arbeitet als Kunsthistorikerin und Kuratorin in München Sie erwarb ihren Master-Abschluss in Kunstgeschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilian-Universität München. Praktische Erfahrungen sammelte sie unter anderem an der Hermitage in Sankt Petersburg (Russland) sowie in Neuseeland China und in England. Seit Ende 2018 ist sie Kuratorin und Leiterin des super+CENTERCOURT in München. Von Januar bis September 2021 ist sie in Lindau um hier unter dem Titel IN SITU PARADISE die erste Lindauer Biennale zu kuratieren.

 

 

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