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InstaKranz 1867

 

Lindauer Profile des 19. Jahrhunderts

 

  • v.l.n.r.: Jennifer Marcelino Serodio, Lisa Kim, Sokol Ibishi, Marion Zobel, Artur Bredin, Gabriel Kostic, Leon Knoll, Laurin Hennig

  • Dr. Claudia Alfons

  • Barbara Reil, Marion Zobel, Herr Kunstmann

v.l.n.r.: Jennifer Marcelino Serodio, Lisa Kim, Sokol Ibishi, Marion Zobel, Artur Bredin, Gabriel Kostic, Leon Knoll, Laurin Hennig

Dr. Claudia Alfons

Barbara Reil, Marion Zobel, Herr Kunstmann

Schüler der Mittelschule Lindau recherchieren für die neue Dauerausstellung im Cavazzen

Mittelschule und Kulturamt Lindau präsentieren die Ergebnisse des gemeinsamen Projekts
In vielen Wochen detektivischer Archiv- und Museumsarbeit haben Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Lindau Inhalte für eine Medienstation recherchiert, die in der neuen Dauerausstellung des Stadtmuseums Lindau präsentiert werden soll. Am Mittwoch, 15. Juli, wurden die Ergebnisse von „InstaKranz 1867“ nun – in Corona-bedingt kleiner Runde – vorgestellt.
Seit Beginn des Schuljahres hat eine kleine Gruppe von Acht- und Neuntklässlern mit Konrektorin Marion Zobel und weiteren Lehrern der Mittelschule an den „Lindauer Profilen des 19. Jahrhunderts“ gearbeitet und Beeindruckendes geschaffen. Stolz enthüllten die sieben Jungen und Mädchen die im instagram-Stil gestalteten Displays: Trotz analoger Umsetzung in Kork und Papier bieten die überdimensionalen Smartphones die Möglichkeit, spannende Geschichten aus der Zeit um 1867 interaktiv zu entdecken.

Ein Lindauer Facebook des 19. Jahrhunderts
Thema von „InstaKranz 1867“: Der Wandel der Arbeitswelt, wie er sich auch in Lindau im Rahmen der Industriellen Revolution vollzieht. Gegenstand der Untersuchung: Fotoalben des Männergesangs¬vereins „Liederkranz“ aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die im Bestand des Stadtarchivs und der Sammlung des Museums erhalten geblieben sind. Das umfangreichste Album von 1867 ist mit Porträtfotos von über 100 Vereinsmitgliedern bestückt und gibt zu fast jeder Aufnahme den Namen und Beruf des Abgebildeten an. „Eine Art Facebook des 19. Jahrhunderts!“, findet Museums¬leiterin Barbara Reil. Und Stadtarchivar Heiner Stauder ergänzt: „Dieses Fotoalbum war damals hochmodern, ähnlich wie die Sozialen Medien für uns heute.“

Spannende Spurensuche im Stadtarchiv und Museumsdepot
In den vergangenen Monaten haben die Schüler sich auf die Spuren der Lindauer Herren begeben, die sich vor 150 Jahren im Liederkranz – nicht nur – zum gemeinsamen Singen trafen. Die Suche führte zu Orten des Geschehens im Stadtraum, ins Museumsdepot und Stadtarchiv, wo die Gruppe angeleitet von Heiner Stauder und seinem Team Stunden mit dem Studium alter Akten verbrachte. Zunächst einmal galt es dabei, die alte deutsche Schreibschrift lesen lernen, um die Texte entziffern zu können. „Das war anstrengend.“, bekennen die Schüler rückblickend.

Ästhetisch und informativ mit vielen Bildern und witzigen Hastags
Aufgegeben haben Gabriel, Leon, Artur, Lisa, Jenny, Laurin und Sokol trotzdem nicht, und schließlich für ausgewählte Sänger „InstaKranz“-Profile mit persönlichen Daten, vielen Bildern, witzigen Hashtags und Stories ausgebaut. Die Gäste der Vernissage, darunter Oberbügermeisterin Dr. Claudia Alfons und Stadtrat Günther Brombeiß, zeigten sich begeistert von der Ausstellung im Schulhaus, die ebenso ästhetisch wie informativ ausgefallen ist.

 

 

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