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Besuch im Cavazzen

 

MdB Dr. Karl-Heinz Brunner

 

  • © Kulturamt Lindau, v.l.n.r.: Bauüberwacher Florian Weber, Winfried Hamann, Vorsitzender Förderverein Cavazzen, MdB Dr. Karl-Heinz Brunner und sein Mitarbeiter Carel Dedic, OB Dr. Claudia Alfons

© Kulturamt Lindau, v.l.n.r.: Bauüberwacher Florian Weber, Winfried Hamann, Vorsitzender Förderverein Cavazzen, MdB Dr. Karl-Heinz Brunner und sein Mitarbeiter Carel Dedic, OB Dr. Claudia Alfons

Bei seinem letzten Besuch im Cavazzen erlebte Dr. Karl-Heinz Brunner noch ein – in die Jahre gekommenes – Museum im Betrieb. Am vergangenen Dienstag, den 4. August, fand der Bundestagsabgeordnete (SPD) das altehrwürdige Gebäude nun in eine Baustelle verwandelt: Die Sanierung des Cavazzen ist voll im Gange. Dass das „neue“ Museum tatsächlich Wirklichkeit wird, ist dabei insbesondere dem Einsatz Brunners zu verdanken, der 2015 für das Projekt einen Zuschuss aus Bundesmitteln in Höhe von 8,7 Millionen Euro erwirkte.

Karl-Heinz Brunner nutzte eine unverhoffte Lücke im Terminkalender für einen Abstecher nach Lindau, um sich einen Eindruck vom Fortschritt des überregional bedeutenden Bau- und Kulturprojekts zu verschaffen. Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons und Winfried Hamann, Vorsitzender des Fördervereins Cavazzen und selbst Mitglied der SPD, freuten sich über den spontanen Besuch und empfingen den Bundestagsabgeordneten auf dem Marktplatz vor dem in Teilen bereits eingerüsteten Gebäude.

Im Cavazzen gut angelegt: Die Millionen aus Berlin
Beim Rundgang durchs Innere des Hauses mit Hilmar Ordelheide, Leiter städtischer Hochbau, und Bauüberwacher Florian Weber, konnte Brunner sich davon überzeugen, dass die Millionen aus Berlin im Cavazzen gut angelegt sind: Nach dem Auszug der Museumssammlungen und ersten kleineren Abbruchmaßnahmen tritt der schlechte bauliche Zustand des barocken Stadtpalais besonders deutlich zutage. Zugleich lässt sich aber auch der Charakter des künftigen Museums erahnen – mit seinem neuen Zugangskonzept, dem offenen Dachstuhl und als Veranstaltungsraum genutzten Gewölbekeller.
Brunners Zustimmung fand dabei auch das inhaltliche Konzept des Museums, erläutert von Kulturamtsleiter Alexander Warmbrunn: Als Stadt im Drei-Länder-Eck östlicher Bodensee sei Lindau der perfekte Ort, um über drängende Fragen der Gegenwart in Bezug auf Grenzen und Verbindungen nachzudenken. Dieses Thema werde auch im Stadtmuseum künftig eine zentrale Rolle spielen, so Warmbrunn.

Bundesförderung als Startschuss für das „Projekt Cavazzen“
Die Projektverantwortlichen dankten Brunner nochmals für sein Engagement: Die Zusage der Bundesförderung war der Startschuss für die Maßnahme, die ohne die Millionen aus Berlin sicher niemals möglich gewesen wäre. Der Bund ist Hauptzuwendungsgeber für das „Projekt Cavazzen“, das neben der baulichen Sanierung auch die museale Neugestaltung des Museums und den Bau eines externen Museumsdepots umfasst. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 24,5 Mio. Euro.
Beim Abschied berichtete Brunner von einer besonderen persönlichen Erinnerung, die ihn mit dem Cavazzen verbindet: Der gebürtige Münchner ist in Lindau zur Schule gegangen; auf der Treppe des Stadtmuseums entstand das Abschlussfoto seines Abiturjahrgangs.

Barbara Reil

 

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