Kultur Lindau

Jeder stirbt für sich allein

 

Mi, 07. Oktober 2020

19.30 Uhr

Theater Lindau

 

Jeder stirbt für sich allein
nach dem Roman von Hans Fallada

Fassung von Luk Perceval und Christina Bellingen

Falladas Roman geht auf die wahre Geschichte des Berliner Arbeiterehepaars Otto und Elise Hampel zurück, die 1943 von den Nazis hingerichtet wurden und deren Karten bis heute überliefert sind.

Aufgerüttelt durch den Fronttod ihres Sohnes „für Führer und Vaterland“ schreibt das Ehepaar Quangel einfache Botschaften auf Postkarten, mit denen sie zum Widerstand aufrufen. Die Karten verteilen sie auf Treppen und Hausfluren überall in der Stadt. Damit riskieren sie ihr Leben. Schon bald geraten sie ins Visier des Kriminalkommissars Escherich, der, selbst mehr karrierebewusster Mitläufer als glühender Nazi, unter dem Druck seiner Vorgesetzten in Zugzwang gerät. Denn, so Fallada: „Das Groteske geschieht: der Elefant fühlt sich von der Maus bedroht.“

Die kraftvoll gezeichneten Figuren versuchen in einer Gesellschaft zu überleben, in der

Argwohn und Angst jedwede soziale Beziehung bestimmen. Einige beweisen, dass man sogar in diesem System seine Freiheiten behaupten und seinem Gewissen folgen kann.

Für uns Nachgeborene stellt sich die Frage: Wie weit reicht der eigene Mut, sich gegen Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit zu stellen? Wann genügt es nicht mehr, im privaten Umfeld „ anständig“ zu bleiben, wann ist Zeit für tätigen Widerstand?

 

Produktion: Theater Kostanz
Regie: Schirin Khodadadian
Bühne: Caroline Mittler
Kostüme: Charlotte Sonja Willi
Musik: Johannes Mittl


Mit:
Ensemble des Theaters Konstanz
 

DAS KONZERT IST VERSCHOBEN AUF: Fr, 30. Juli 2021

Sa, 05. September 2020 | 19.30 Uhr |

Premiere | Sa, 26. September 2020| 19.30 Uhr | Theater Lindau

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