Kultur Lindau

antigone.stimmen

27. November 2018 |

19.30 Uhr |

Theater Lindau

a n t i g o n e . s t i m m e n

Ein Schauspiel von Martina Roth und Johannes Conen
nach Sophokles

Nach dem großen Erfolg von „Die Frau und die Stadt“ leiht Martina Roth diese Saison der rebellischen Antigone ihre Stimme – überragende Schauspielkunst.

Antigone gilt als DAS Sinnbild schlechthin für den Widerstand des Individuums gegen unrechtmäßig ausgeübte Staatsgewalt. Der Stoff fesselt seit mehr als 2000 Jahren: Antigone, die sich der Ordnung des Königs Kreon widersetzt, weil sie sich stattdessen ewig gültigen Gesetzen verpflichtet fühlt. Sie bestattet ihren Bruder Polyneikes, obwohl Kreon dies bei Todesstrafe verboten hat.

Martina Roth spielt drei Mal Antigone oder drei Teile von ihr. Die Frau auf der Bühne, die Reale, die Zweifelnde, die Handelnde. Die zweite Antigone ist ein genial auf die Leinwand  projiziertes Ebenbild, mit dem die erste Antigone ins Zwiegespräch kommt, die Bewertende, Kritisierende. Martina Roth spielt quasi mit sich selbst beziehungsweise mit dem Film, der im Hintergrund abläuft. Die dritte Antigone ist das Archaische, Wilde, das Verrückte: wieder auf der Leinwand, fast nackt, wie ein eingesperrtes ungezähmtes Tier, ihre Worte wirr und doch von poetischer Größe. Der Zuschauer erlebt eine ebenso surreale wie archaische Situation, in der die Zeit wie aufgehoben scheint.

Auf der Suche nach neuen Darstellungsformen hat das Künstlerpaar Martina Roth und Johannes Conen sein bewegtbildtheater entwickelt, in dem sich Schauspiel und Projektionstechnik mit außergewöhnlicher Konsequenz verbinden.

Mit „a n t i g o n e . s t i m m e n“ ist Martina Roth und Johannes Conen geglückt, woran sich viele versuchen, sie haben das antike Drama in eine zeitgemäße Form gebracht.
Fürther Nachrichten

Produktion: bbt bewegtbildtheater
Koproduziert mit Théâtre de la Ville de Luxembourg und Stadttheater Fürth
Regie, Szenografie, Bewegtbild: Johannes Conen
Choreografie: Philippe Talard
Kostümbild: Ute Kuntzsch
Musik: Karin Rehnqvist
Bearbeitung: Martina Roth

Mit:
Antigone, Die Andere, Die Frau im Flussbett: Martina Roth
Cello: André Mergenthaler

Dauer: 19.30 - 20.50 Uhr, keine Pause
Um 19 Uhr findet eine Einführung in das Stück in der Marionettenoper statt.


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