Kultur Lindau

Vater hat Lager

03. April 2019 |

19.30 Uhr |

Theater Lindau

Vater hat Lager

Die Erlebnisse eines KZ-Häftlings aus der Sicht seiner Tochter
von Carl Friedmann

Eine weitere fesselnde Sololeistung von Gilla Cremer!

Carl Friedman erzählt von einer Familie mit drei heranwachsenden Kindern, für die der Zweite Weltkrieg immer noch andauert, denn „Vater hat Lager“. Diese sprachliche Wendung hilft den Kindern, das Unbegreifliche zu verstehen und Außenstehenden zu erklären, was der Vater aus seiner Haft im Konzentrationslager „mit nach Hause gebracht hat.“

Die Schauspielerin agiert in einem von Neonröhren begrenzten Viereck, das gleichzeitig Lagerplatz und das Haus der Familie sein kann. Eindringlich verknüpft sie die Erinnerungen des Vaters mit denen der Kinder, wechselt in fließenden Übergängen die Rollen, tritt als KZ-Quäler auf oder vergegenwärtigt Szenen, die sich in der Familie und zwischen den Kindern abspielen.

Gilla Cremer leistet mit allen Facetten ihres Könnens quälende Erinnerungsarbeit, unsentimental, verstörend, intensiv – eine rare Solodarbietung, die den Schrecken auch in Poesie verwandelt.

Regisseur und Schauspielerin ist ein wichtiger Abend gegen das Vergessen gelungen. Und nicht zuletzt auch ein darstellerisch fesselndes, die Nerven blank legendes Theater.
Hamburger Abendblatt

Produktion: Theater Unikate
Stück: Carl Friedmann
Regie & Bühne: Michael Heicks'

Mit: Gilla Cremer

Dauer: 19.30 - 21.00 Uhr, keine Pause

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